Ein Blick in die Zukunft – Palmblattbibliothek

Ein Blick in die Zukunft – Palmblattbibliothek

15. März 2019 Aus Von Tommy Seiter


Ein Highlight in Delhi war der Besuch einer Palmblattbibliothek, in der scheinbar vor tausenden von Jahren das Schicksal bestimmter Menschen auf Palmblättern nieder geschrieben wurde. Neugierig wie ich bin, nahm ich diese Möglichkeit war. Schon von zu Hause aus musste ich einen Fingerabdruck des rechten Daumens schicken, um einen Termin zu bekommen.
Als es dann soweit war, zeigte sich Aufregung, – ist es denn möglich, dass ich in kürze Details meiner Zukunft erfahren werde? Wie so oft lass ich mich immer wieder auf Dinge ein, von denen ich keine Vorstellung habe, was die Auswirkungen sein könnten. Aber genau das macht das Leben spannend.
Jedenfalls hatte ich gar keine Ahnung, wie alles ablaufen würde und was man dort erfahren kann. Allerdings habe ich auch gehört, dass sogar der Todeszeitpunkt ein Thema sein kann.
Die Bibliothek war recht schwer zu finden, weder der Übersetzer noch der Taxifahrer kannten die Adresse und erst nach einigem Nachfragen konnten wir das unscheinbare Haus finden. Freundlich wurden wir von hinduistischen Priestern empfangen. Nach der neuerlichen Abgabe eines Fingerprints gingen die Hüter der Bibliothek damit auf die Suche nach meinem persönlichen Palmblatt.

Palmblattbibliothek Delhi

Es ist nicht sicher, dass es gefunden wird. Es wäre auch möglich, dass mein Blatt in einer der wenigen weiteren Bibliotheken sein könnte, oder natürlich auch gar nicht gefunden wird. Tatsächlich tauchten sie mit einem Bündel Blätter auf. Es sind mittlerweile handschriftliche Kopien der Originalblätter, welch natürlich im Laufe der Jahrhunderte brüchig werden. – Und los ging es, es wurden mir zahlreiche Fragen von verschiedenen Blättern gestellt, die ich jeweils mit Ja oder Nein zu beantworten hatte. Zuerst in Originalsprache Alt Tamil, teils gesungen und dann auch übersetzt in Englisch. Es war sehr aufregend, allerdings trafen nur wenige Dinge zu. So ging das über zig Blätter, bis das Bündel fertig war. Also ist nichts über mich zu finden, dachte ich. Doch erneut ging der Leser auf die Suche und tauchte dann mit einem neuen Bündel auf.


Es wurden Fragen gestellt zum Geburtsdatum, Namen der Eltern, Geschwister, Beruf, Krankheiten usw. Erst später verstand ich, dass erst wenn alle Fragen auf einem Blatt mit Ja beantwortet werden – ist das Indexblatt gefunden. Auf Grund dessen gibt es auch Aufzeichnungen über meine Zukunft. – Und irgendwann dann – das MATCH – alle Fragen konnte ich mit Ja beantworten, ein kalter Schauer lief mir über den Rücken. Es war für mich unglaublich, dass dort so exakte Angaben zu meiner Ursprungsfamilie, Daten, Krankheiten usw. geschrieben standen. Natürlich ist es eine Tatsache, dass Alt Tamil eine Lautsprache ist und deshalb Aussprache der Vokale und Namen nicht 100% mit den deutschen übereinstimmen können. So wurde z.B. aus dem Namen meines Vaters Helmut in etwa Himut usw. Obwohl ich gerne für unseren westlichen Geist unvorstellbaren Dingen anzweifle, habe ich das sichere Gefühl, dass das mein Blatt ist – also ist auch meine Zukunft hier zu finden.

Mein Palmblatt

Nach einer Mittagspause ging es dann weiter mit den Prophezeihungen. Dies war etwas ganz Großes, jenseits meiner Vorstellungskraft, große Ehrfurcht stellte sich ein. Ich war zwischen Schock und Erstaunen hin und her gerissen.

Zuerst leicht skeptisch …
… dann sichtlich erstaunt von den Enthüllungen 🙂

Mir wurden dann etliche zukünftige Ereignisse meines Lebens, sogar mit Altersangaben, wann diese geschehen würden, vorgelesen. Einige denkbar, andere unvorstellbar. Auch gesundheitliche Probleme von mir, sowie meiner Eltern, Unfallgefahr, Hauskauf, berufliche Erfolge, spirituelle Entwicklung usw. wurden thematisiert. Die Einträge endeten mit 73 Jahren, ob das auch meinen Tod bedeutete, wagte ich nicht zu fragen. Mir genügte das Gesagte – und ein paar Jährchen habe ich ja scheinbar auf jeden Fall noch. Mit einer Tonaufnahme, sowie ein paar Hinweisen in welchem Tempel in Tamil Nadu ich Opfergaben dar bringen soll, um so mein Karma und die Schwierigkeiten zu minimieren, wurde ich nach Bezahlung von 5000 Rupien (ca. 60 Euro) entlassen. Ein Glück, dass ich auf dieser Reise auch Tamil Nadu besuchen wterde, so kann ich tatsächlich etwas spenden.

Ich bin der Überzeugung es gibt keine Zufälle. Wie ich erfahren habe, gibt es auch nur Palmblätter für jene Menschen, denen es bestimmt ist, einen Blick in ihre Zukunft zu machen. Also bin ich ein Glückskind. Auch wenn einige schwierige Tendenzen sichtbar wurden, verlasse ich die Bbliothek aufgewühlt, jedoch mit einem guten Gefühl.

Ich war so beeindruckt von dem Gehörten, dass ich mich im Nachhinein doch informierte, wie derartig exakte Voraussagen über mein Leben schon vor vielen Jahrhunderten in Asien niedergeschrieben werden konnten. Hier ganz kurz einige Infos, wie sich dieses Mysterium erklären lässt:
Die sieben Heilgen Rishis besaßen machtvolle spirituelle Fähigkeiten. Sie sollen das Schicksal der Menschen in der Akasha-Chronik, auch als Weltgedächtnis bezeichnet, studiert und die Informationen auf Stechpalmenblätter übertragen haben. Zur Akasha-Chronik hat nicht jeder Zugang und so dürfen nur auserwählte Geister in ihr lesen. Jedenfalls sollen dort alle Informationen aller Zeiten gespeichert sein. Eine mögliche Erklärung dafür ist, dass in der Realität des gesamten Universums alles im Jetzt geschieht – unabhängig von Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft. So war es den heiligen Rishis möglich, Informationen zu jeder Zeit abzurufen. Diese Gabe setzten sie ein, um andere auf ihrem Lebensweg zu unterstützen. So sollen die Aufzeichungen allen helfen, die nach der Wahrheit suchen, um ein erfüllteres Leben zu führen. Ein interessantes Interview zu dem Thema findet ihr auf YouTube: Ist das Leben vorbestimmt? Die Palmblattbibliotheken:

Die Zukunft steht fest – spannendes Interview zur Palmblattbibliothek
Ganesha in einem Tempel in Südindien – Follow me!


In diesem Sinne bedanke ich mich, dass ich einer dieser auserwählten Wahrheitssucher bin, der eine derartige Hilfestellung erfahren darf.
Sicher mag das der eine oder andere als Humbug abtun. Das ist natürlich jedem selbst überlassen – ich schildere hier nur meine ganz persönlichen Erfahrungen ohne Anspruch auf Richtigkeit. Natürlich freue ich mich, wenn du meinen Beitrag teilst, danke für dein Interesse – jetzt gehtˋs los in ein aufregendes Südindien!

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