Leidet die Gesellschaft unter einer Psychose? Teil 1

Leidet die Gesellschaft unter einer Psychose? Teil 1

8. April 2020 Aus Von Tommy Seiter

Vor Monaten schon kam mir der folgende etwas provokante Blogbeitrag. Bislang wagte ich diesen nicht zu veröffentlichen. Allerdings scheint mir jetzt genau der richtige Zeitpunkt, weil diese Situation in vielen Menschen Dinge nach oben schwemmt, die, wenn wir es genau betrachten, an eine Massenpsychose erinnern. Wir lassen uns vielfach mit den Horrornachrichten infizieren, machen daraus Angst einflößende Geschichten und glauben diese auch noch, obwohl die jetzt keinesfalls wahr sind. „Bald wird jeder von uns jemanden kennen, der an Corona gestorben ist.“ verkündet Kanzler Kurz selbstbewusst. Abgesehen, dass diese verantwortungslose Aussage noch mehr Schrecken verbreitet, kann sie nur entweder von einem Propheten oder jemanden mit Wahnvorstellungen stammen. Die Idee von Impfpflicht und Reiseverboten lassen eher auf zweiteres schließen. Die Entscheidung bleibt bei uns, wem wir was glauben – jeder hat die Wahl. Ich persönlich vertraue meinem Gefühl und dem gesunden Menschenverstand, was mir ein schönes Leben beschert. Nun aber zu meinen wahnwitzigen Ideen 😉

Man könnte sagen, wir alle leiden unter einer Massenpsychose, weil wir unseren Gedanken glauben. Wir kennen jene psychotischen, depressiven und im Extremfall auch paranoiden Typen meist nur vom Hörensagen, aber es ist klar, die sind krank und benötigen ärztliche und medikamentöse Hilfe. Wenn auch das nichts nützt, dann „gut eingestellt“ ab in die psychiatrische Anstalt – das sind eben Verrückte, die haben in unserer Gesellschaft keinen Platz.

Vor über 30 Jahren war ich genau in einer derartigen Situation, in der nichts mehr ging und ich alles verlor, Wohnung, Freunde, Beruf. Ich konnte nicht mehr am täglichen Leben teil nehmen und landete auf der Couch im Wohnzimmer meiner Mutter ohne Perspektive jemals wieder in irgend einer Form am sozialen Miteinander teilnehmen zu können. Niemand, der das nicht selbst erlebt hat, kann sich vorstellen, welch dunklen Prozesse in mir vorgingen. Ich wurde von jahrelang verdrängten Ängsten und Schattenthemen überschwemmt und konnte nicht mehr damit umgehen. Es dauerte viele Monate der völligen Isolation bis sich in mir wieder irgend etwas regte, was nach Leben ausschaute. Es waren meine damaligen kreativen Ausdrucksformen Fotografie und Musik, die mir den Weg aus dem tiefsten Loch wieder ans Licht ermöglichten und mich letztlich vor einem stationären Aufenthalt in die Psychiatrie retteten.

Heute weiß ich, dass dies wie ein 2. Geburtstag war, an dem mein Leben erst wirklich begann und somit ein Geschenk dar stellte. Ich konnte mittels meiner Berufungen erstmals wieder Freude erfahren. Nach einer Aufbauphase war klar, dass ich nun selbstständig meinen Berufungen nachgehen musste, weil es für meine Ideen gar keinen Arbeitsplatz gab. Bis heute zelebriere ich immer intensiv und intuitiv meiner Leidenschaften und wundere mich immer, dass ich sodann für die enthusiastische Ausübung dieser Hobbys auch noch bezahlt werde. Immer wieder kommen neue Interessen dazu. Die Entwicklung geht weiter und soeben entsteht wieder vollkommen Neues.

Buddha, Blume Seiter
Meist muss erst etwas kaputt geht, dass Neues entstehen kann.

Ich kenne also Paranoia sehr gut, habe auch den schwierigen Weg heraus geschafft und kann nun auch eine neue Erkenntnis daraus entdecken. Je mehr ich Einblick in die Wirkungsweise des menschlichen Geistes bekomme, wird mir klar, dass wir im Prinzip unter einer Massenpsychose leiden, weil wir die Welt durch eine Brille alter Konditionierungen und Verletzungen sehen. Diese Sichtweise hatte natürlich mal einen Sinn – mussten wir doch unser Herz schützen, um damals nicht zu Grunde zu gehen. Die Medien schüren mit ihren furchtbaren Nachrichten die eigenen Ängste noch zusätzlich, was ein Entkommen aus der Hypnose zusätzlich erschwert. Zudem leiden wir unter einem gesellschaftlichen Trauma, das uns das brutale patriarchale System der letzten Jahrhunderte eingebracht hat. Jetzt ist es allerdings Zeit die gewohnte dunkle Brille abzulegen und unsere Herzen wieder zu öffnen. Dies ist die einzige Möglichkeit, um unsere Erde für unsere Kinder und Kindeskinder lebenswert zu erhalten.

Aber was hat das alles mit Psychose oder gar Paranoia zu tun? Meine damaligen Wahnvorstellungen zeigten sich vor allem dadurch, dass ich meinte, meine ganze Umgebung sei eingeweiht und möchte mich manipulieren – so blieb ich nur mehr zu Hause, doch es gab kein Entrinnen – nun sprach auch noch der Nachrichtensprecher im Fernseher über mich. Das wäre kein Problem, manch einer würde sich freuen, wenn über ihn im Fernsehen berichtet würde;) – Ich damals natürlich nicht, weil sich mein Verstand daraus eine Geschichte machte und nur immer üblere Gedanken produzierte, in dem Sinne – nun weiss die ganze Welt über mich Bescheid – jetzt ist es völlig unmöglich, jemals wieder am Treiben der Welt unbefangen teilzunehmen. Was ich damit ausdrücken will, ist, dass mir erst die Gedanken eine völlig unrealistische Geschichte vorgaukelten, aus der ich viele Monate keinen Ausweg fand – Ich meine, dass nahezu jeder sich seine täglichen „Horrorgeschichten“ im Kopf kreiert – mit Gedanken, die jeder realistischen Grundlage entbehren. Schau genau hin, wie kommst du auf die Idee, dass deine Gedanken wahr sind? Wir sind vollkommen identifiziert mit den Geschichten und erfinden Vorstellungen, die nie eintreffen, aber die Realität oft vermiesen.

Unser Gedankenkarussell schafft das Leiden.

Wenn wir dieses paranoide Gedankenkarussell verlangsamen und uns im Laufe der Zeit auch noch einer positiven Grundeinstellung zuwenden, nimmt unser Leben einen wundervollen Lauf und hat bei konsequenter Anwendung ein Leben in Glückseligkeit zur Folge. Wobei ich bei Gückseligkeit nicht nur die idealisierte Vorstellung – „alles ist schön und harmonisch“ – meine, sondern ein Einverstandensein mit den jetzigen Gegebenheiten, ganz egal, was sich gerade zeigt. Besonders die Herausforderungen bringen uns doch näher zu unserem wahren Kern. Das hört sich leicht an, ich selbst benötigte 30 Jahre spirituelle Suche für meine Öffnung und die Reise geht immer weiter. Das dauernde Leiden löst sich nur auf, wenn wir uns dem tiefsten Schmerz stellen, ihn fühlen – und so lösen sich nach und nach alle Illusionen auf. Leider tun wir aus Angst genau das Gegenteil, versuchen den Schmerz zu verhindern und verhindern damit auch die Liebe. Wir könnten sagen unser größte Angst ist die, vor der Liebe, obwohl wir uns zutiefst danach sehnen – das ist unser Dilemma – allerdings kann es in der jetzigen Zeit der Transformation ganz schnell gehen. Gehen wir mutig den Weg zu uns – zur Liebe, die wir sind. Das Leben führt uns direkt zu unseren wunden Punkten – wir können uns ganz anvertrauen. Das Licht ist immer da.😍

Erst Regenwetter ruft das göttliche Licht hervor.

Einfache Hinweise, wie es mir gelungen ist, positiv in die Zukunft zu schauen und glücklich zu werden, findet ihr in meinem vorangegangenen Blogbeitrag:

Hier geht’s zum 2. Teil über unsere gesellschaftlichen Verwirrungen – danke für euer Interesse – gern teilen 🙂

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