Leidet die Gesellschaft unter einer Psychose? Teil 2

Leidet die Gesellschaft unter einer Psychose? Teil 2

13. April 2020 Aus Von Tommy Seiter

Willkommen zum 2. Teil meines Beitrages über die Verrücktheit unserer Gesellschaft. Falls du den 1. Teil noch nicht kennst ist es vielleicht hilfreich zuvor diesen zu lesen, um die Ausgangsbasis und meinen persönlichen Bezug nachvollziehen zu können, oder auch gern in medias res den Tatsachen ins Gesicht schauen 😉 Hier der Link zum 1. Teil:

Wir beurteilen alles unter dem Einfluss unserer ganz persönlichen subjektiven Wahrnehmungen, die meist beurteilend oder wertend in irgend eine Richtung sind und so nie einer tiefer liegenden Wahrheit entsprechen können. Unser Verstand weiss alles besser und schafft Unfrieden in uns und auch im Aussen. Jeder kann an diesem Punkt ehrlich sein und sich der eigenen Wahnvorstellung bewusst werden. Wir glauben unseren Gedanken – das ist die Paranoia und macht uns nebenbei unglücklich. Unsere Gedankenwelt hängt wesentlich davon ab, was wir in uns hinein geben. Bei täglicher Infiltration mit Horrornachrichten und anderweitigem Schrott, dürfen wir uns nicht wundern, wenn diese Negativität uns verseucht und eine ebensolche Welt erschafft. Es geht auch anders, wir können langsam unsere Alltagsgewohnheiten anpassen und selektieren, was wir in uns hinein lassen. Wenn wir uns dann noch Schritt für Schritt nach innen auf unser solides, reines Bewusstsein wenden, werden die alltäglichen Sorgen weniger. Wie viele unserer sorgenvollen Gedankenkonstrukte sind je Wirklichkeit geworden? Allein diese Analyse müsste doch ein Aussteigen aus dem Wiederkauen unvorteilhafter Gedanken zwingend machen. Wenn man noch das weit verbreitete Zitat: „Deine Gedanken schaffen deine Realität.“ ernst nimmt, ist eine Korrektur der eigenen Verstandeswelt naheliegend. Wir haben es in der Hand! Lenken wir doch unseren Fokus auf das Schöne, das immer und überall da ist.

Der Fokus auf das Schöne führt uns zur Essenz.

Hilfreich ist immer das Zurückkehren in diesen Augenblick, wo in der Regel nie ein Problem ist, alles andere ist Phantasie, welche sich mit der Vergangenheit oder Zukunft beschäftigt. Eine Meinung über einen Sachverhalt, ist diese positiv oder negativ, stellt immer eine Be-urteil-ung dar. Wie das Wort schon sagt spalten wir uns von der Essenz ab, wir teilen, trennen die Ganzheit, aus der ursprünglich alles besteht. So ist es unmöglich die immer währende Verbindung mit allem zu sehen oder gar zu spüren. Eben diese Trennung vereitelt aber den wohl von jedem gewünschten inneren Frieden mit sich und der Welt. Genau betrachtet ist auch der Kampf für das Gute letztlich ein Kampf, ein nicht Einverstanden sein mit der Realität und im Sinne der Entwicklung eines hohen Bewusstseins zu überdenken. Glaubst du, dass irgend etwas auf der Welt besser sein müsste? – Falls die Antwort JA lautet, kommt diese aus dem Verstand. Alles verläuft aus meiner Erfahrung nach einem exakten Plan, in den wir uns im Grunde hinein entspannen könnten. Wir sind aufgehoben und geführt. Persönlich hatte ich etliche Tiefschläge, vom dramatischen Zusammenbruch der Arbeit, der Beziehung, der Gesundheit, dem Beruf bis über absolute Mittellosigkeit – und immer war letztlich Hilfe da. Heute kann ich sogar die Treffsicherheit dieser Schwierigkeiten erkennen, die mich letztlich zu einem glücklichen Menschen gemacht haben. Ich bin sicher, ich bin kein Ausnahmefall!

Vertrauen und Dankbarkeit machen uns zu glücklichen Menschen.

Natürlich basiert unser Leben auf der Trennung in zwei gegensätzliche Pole, nur der Fall aus der Einheit ermöglicht menschliches Dasein. Wir könnten das Schöne nicht erkennen, wenn wir nicht Hässliches als Gegenpol hätten und so ist es mit der ganzen Welt. Unsere Chance ist es, langsam die Bewertungen fallen zu lassen, weil sie anerzogen sind. Ergreifen wir jetzt die Möglichkeit zurück zu unserem Nullpunkt zu gehen – ein Baby sieht in die Welt ohne jegliche Bewertung – in reiner Liebe geboren, der Wahnsinn wurde erst später dazu gegeben – wir können uns jederzeit entschließen unser reines liebendes Herz wieder zu entdecken. Erst durch den Ausschluss des Unerwünschten – das Hässliche und Böse wollen wir nicht – entstehen unsere Probleme und weiterführend die Missstände in unserer Welt. Genau deshalb weise ich immer gern darauf hin gerade auch den unerwünschten Gefühlen, wie Wut, Trauer, Angst usw. Raum zu geben. Wir dagegen bevorzugen lieber das Angenehme, was gemäß dem Polaritätsgesetz nicht der Ganzheit entspricht, also erschaffen wir damit auch das Gegenteil – und das verhält sich natürlich auch umgekehrt so. Hätten z.B. die „bösen“ Engländer nicht Indien okkupiert, hätte es Ghandi in seiner Größe nicht gegeben. „Sei du die Veränderung, die du dir von der Welt wünschst!“ ist Ghandi’s viel zitierte Aussage. Also lasst uns aufwachen und zurück zur Liebe kehren, die alles beinhaltet. Die Liebe ist die Wahrheit, die jeder sucht und glücklicher Weise auch jeder in sich trägt. Sie ist immer zugänglich und wartet auf uns. Wir müssen sie nicht suchen, weil wir Liebe sind! Gern teilen, danke 🙂

Ich bin ein Teil von jener Kraft,
Die stets das Böse will und stets das Gute schafft. …
Ich bin der Geist, der stets verneint!
Und das mit Recht; denn alles, was entsteht,
Ist wert, daß es zugrunde geht;
Drum besser wär’s, daß nichts entstünde.
So ist denn alles, was ihr Sünde,
Zerstörung, kurz das Böse nennt,
Mein eigentliches Element.

Johann Wolfgang von Goethe

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